Quinoa (Chenopodium quinoa)
Herkunft, Anbau und Verwendung
Quinoa, das „wahre Gold der Inkas“, ist wie Amaranth eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Es ist auch als Reismelde oder Heidenkorn bekannt. Das Hauptnahrungsmittel der Bolivianer gehört botanisch gesehen, wie Amaranth, nicht zu den Gräsern, sondern ist ein Fuchsschwanzgewächs. Es wird auch Pseudogetreide genannt, da es stärkehaltige Körner ausbildet und ähnlich wie Getreide verwendet wird. Quinoa enthält jedoch kein Gluten. Quinoa ist eine äußerst robuste Pflanze, weshalb sie in Höhen bis über 4000 m wächst. Wind, extreme Trockenheit, Kälte oder schlechte Böden können ihr nichts anhaben. Heute wird Quinoa vor allem in Peru, Ecuador und Bolivien angebaut. Die Inka verehrten Quinoa ähnlich wie Amaranth und sagten ihm magische Kräfte nach. Quinoa hat einen feinen, leicht nussigen Geschmack und kann gekocht wie Reis verwendet werden.
Ernährungsprofil
Vom Standpunkt der Ernährung aus hatten die Inka recht - Quinoa weist ein äußerst wertvolles Ernährungsprofil auf. Auffallend ist besonders sein hoher Gehalt an Eiweiß, vor allem die essentielle Aminosäure Lysin ist in großen Mengen enthalten. Unsere heimischen Getreidearten sind arm an Lysin und können daher sinnvoll mit Quinoa ergänzt werden (vor allem von Vegetariern). Bemerkenswert ist auch der hohe Mineralstoffanteil in Quinoa, vor allem von Kalium, Eisen und Magnesium. Quinoa ist ein optmaler Lieferant für gesunde pflanzliche Fette. 99 % der Fettsäuren sind ungesättigt, davon entfallen über 50 % auf die essentielle Linolsäure.
Quinoa enthält so genannte Saponine. Saponine sind Pflanzenstoffe, welche die roten Blutzellen schädigen und bei Entzündungen der Darmwand deren Durchlässigkeit erhöhen können. Die Saponine werden jedoch vor dem Verkauf durch Waschen entfernt.
Unser Quinoa
Der Quinoa für unser „Quinoa-Amaranth“-Brot kommt über die Rapunzel AG als Zwischenhändler aus Bolivien.