Amaranth (Amaranthus caudatus)
Anbau und Verwendung
Amaranth ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bereits vor über 5000 Jahren verehrten ihn die peruanischen Inkas und die mexikanischen Azteken, denen er neben Mais und Bohnen als Grundnahrungsmittel diente. Amaranth ist daher auch als „Inkakorn“ bekannt. Amaranth gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Er hat leuchtend rote Blüten und bildet Samen aus, die an Hirse erinnern. Da er demnach botanisch gesehen nicht zu den Gräsern gehört, aber stärkehaltige Körner ausbildet und ähnlich wie Getreide verwendet wird, bezeichnet man ihn auch als Pseudogetreide. Amaranth-Samen können gekocht als Beilage, nach Einweichen in Wasser als Keimlinge oder in der Pfanne erhitzt als Popcorn gegessen werden.
Nährwert von Amaranth
Die Inkas glaubten schon damals, dass das „Wunderkorn“ übernatürliche Kräfte verleihe. Die heutige Wissenschaft belegt die große Bedeutung dieser Pflanze. Amaranth besitzt eine einzigartige ernährungsphysiologische Zusammensetzung:

- 59 % Kohlenhydrate in Form von leicht verdaulicher Stärke

- 16 % hochwertiges Eiweiß: Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine. Amaranth zeichnet sich durch einen            hohen Gehalt der essentiellen Aminosäure Lysin aus. Da unsere heimischen Getreidearten arm an            Lysin sind, können sie sinnvoll mit Amaranth ergänzt werden.

- 14 % Ballaststoffe

- hoher Gehalt der Mineralstoffe Calcium, Magnesium und Eisen

100 g Amaranth enthält 15,8 g Eiweiß, 14,3 g Ballaststoffe, 214 mg Calcium, 308 mg Magnesium und 9 mg Eisen. Er liegt damit in allen Kategorien deutlich über Weizen, Reis, Mais und Hafer und ist damit für Vegetarier, Sportler und ernährungsbewußte Menschen optimal! Ein echtes Wunderkorn eben!
Da Amaranth kein Gluten enthält, ist er auch für Menschen mit Zöliakie besonders gut geeignet.
Auszugsmehl
Auszugsmehl ist eigentlich keine korrekte Bezeichnung für ein Mehl. Umgangssprachlich sind damit Mehle gemeint, die nicht mehr alle Bestandteile des vollen Korns enthalten, da beim Mahlvorgang in der Mühle vor allem die Randschichten des Korns ausgesiebt worden sind. Das Ergebnis sind „helle“ Mehle, im Gegensatz zu dunklen Vollkornmehlen, die wie der Name schon sagt, alle Teile des Korns enthalten (auch die Schalenteile und den Keimling, die so genannte „Kleie“). Auszugsmehle sind zum Beispiel bei Weizen die Mehle der Typen 405, 550, 630, 812, 1050 und 1600 und bei Roggen die Mehle der Typen 815, 997, 1150, 1370 und 1750.